Lebensräume zerstört

BUND geht gegen übermäßiges Schlegeln an Straßenseitenrändern vor

Zum wiederholten Mal wurden in der Wintersaison zahlreiche Wallheckenflanken und ungenutzte Saumstreifen (auch Grabenränder) entlang von Straßen im Landkreis Aurich geschlegelt. Zum Teil sind dabei sogar die Wallheckenkronen bis auf die blanke Erde bearbeitet worden.

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Pressemitteilung BUND-Regionalverband Ostfriesland

Auch hier wird's weniger: Nisthilfen für Wildbienen

BUND: Insektensterben auch in Ostfriesland?

In den letzten Monaten gab es in den überregionalen Medien immer wieder Berichte über ein "Insektensterben" bzw. einen deutlichen Rückgang der Insektenzahlen. Für den BUND Ostfriesland stellt sich die Frage, was ist dran an diesen Berichten und ist auch Ostfriesland betroffen? Gesicherte umfassende Daten gibt es dazu weder für Niedersachsen noch für Ostfriesland. Insekten wurden bislang kaum systematisch untersucht; die Aussagen beruhen auf sehr begrenzten Untersuchungen, so die bisherigen Recherchen des BUND.

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Mauersegler: Die Sommergäste sind jetzt vollzählig

BUND Ostfriesland will vorhandene Kolonien erhalten

Für ihre "Fans" vom BUND ist der Sommer erst dann komplett, wenn sie Mauersegler mit schrillen "srih"-Rufen im Pulk an Häusern und Dächern entlang jagen sehen und hören können.

Mauersegler ähneln in ihrem Flugbild Schwalben, sind aber etwas größer und haben deutlich sichelförmige Flügel. Ursprünglich an Felsen und in Baumhöhlen brütend. leben sie als typische Kulturfolger heute in menschlichen Siedlungen. Mauersegler sind wahre Flugkünstler und verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft; nur zum Brüten und zur Jungenaufzucht lassen sie sich in Bruthöhlen nieder. Da sich Mauersegler zum Starten in die Tiefe fallen lassen, müssen diese einige Meter über dem Boden liegen.     

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BUND Ostfriesland verleiht "Goldenes Astloch" an die Samtgemeinde Hesel

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele empörte Bürger wegen Verstößen  gegen den Baumschutz an den BUND Ostfriesland gewandt.

Dies zeigt zum einen, dass die Sensibilität für den Baumschutz zunimmt, dass es aber andererseits nach wie vor erhebliche Defizite im angemessenen Umgang mit Bäumen gibt. Erfreulich ist die Beobachtung, dass die bislang "ausgezeichneten" Kommunen sich danach sehr viel sensibler bei ihren Pflegemaßnahmen verhielten.

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Nimmt die Stadt Aurich ihre Baumschutzsatzung noch ernst?

Zum wiederholten Male musste der BUND feststellen, dass die Stadt Aurich Vorgaben ihrer eigenen Baumschutzsatzung ignoriert.

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Gewässerrandstreifen

Die Novellierung des niedersächsischen Wassergesetzes erregt die Gemüter, u. a. wegen der darin geforderten Gewässerrandstreifen an Gewässern III. Ordnung. Was sagt der BUND dazu?

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8. Ostfriesischer Apfeltag

Ostfriesischer Apfeltag bei Badewetter
Damit hatte keiner der Organisatoren gerechnet: Dass bei dem Ostfriesischen Apfeltag, der ja eher herbstliche Themen zum Inhalt hat, mit 25 Grad ein absoluter Sommertag ins Freie lockte ...
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Bis zum 1.März dauerte die Saison der Baumpflege.
Städte und Gemeinden handhaben die Baumpflege leider sehr unterschiedlich. Wie hier, kann man nur von Baumfrevel sprechen.

Der BUND Ostfriesland hat für solche Gemeinden
nur ein "Astloch des Jahres".

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Große Mühlenwallstraße in Aurich: Ein trauriges Beispiel

Am 1. März wurden (für eine geplante Straßenerweiterung) in Aurich Bäume gefällt, obwohl dies aus Naturschutzgründen nicht mehr zulässig war ...

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In Sandhorst sind noch mehr als 50 Bäume in Gefahr

Am Beispiel des Südewegs zeigt sich nach Ansicht des BUND eine verfehlte Planung und  unseriöse Informationspolitik ...

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Weidenbäume für Ostfriesland

Kopfweiden am Ems-Jade-Kanal
BUND Aktive bei der Pflege
Eine Junge Kopfweidenallee

Weiden kommen als Weidengebüsche und Weidenbäume vor. Weidenbüsche und die besondere Form von Kopf-Weiden-Bäumen gehören in das Ostfriesische Landschaftsbild. Weidenbüsche gehören zu den ersten Frühjahrsblühten und sind für alle Insekten am Anfang des Jahres überlebenswichtig. Für Honigbienen und die Imker, ist ein reichhaltiges Weidenangebot eine Sicherung des frühen Honigs.

(Photos: Quelle BUND Wiese-Liebert)

Für den Artenschutz ist die Entfernung der Weiden in der Landschaft durch den agrarindustriellen Landbau eine Katastrophe. Fast alle Wildbienen, Hummeln und viele andere Insekten brauchen die Weidenblühten früh im Jahr um die Kälte der Nächte zu überleben.

Der BUND Ostfriesland führt schon seit vielen Jahren, letztmalig 2011, Aktionen durch, bei denen Interessierte, auch Nicht-Mitglieder sich Weidenruten (Weiden werden durch Stecken von Ruten im zeitigen Frühjahr vermehrt) zeitgerecht abholen können, um an geeigneter Stelle neue Weiden anlegen zu können.

In Ostfriesland kommen natürlich viele Weidenarten vor. Einige treiben in einem Jahr bis zu 3 Meter lange Wassertriebe. Diese waren bei den Bauern, aber nicht nur dort, begehrt um Zäune für die Gärten zu pflechten, Körbe für alle Arten von Transportbehältern herzustellen, aus der Rinde wurden feine Schalen geflochten, der Innenkern von Lehmwänden war häufig aus Weiden geflochten.

Heute sind Weidenflechtwaren begehrte Objekte zur rustikalen verschönerung von Haus und Garten. Aber auch lebende Tipis, Laubengänge, lebende Rankgerüste können in Gärten aus Weidenruten gebaut werden. Tips und Anleitungen und welche Weiden-Arten sich wofür eignen können beim BUND Regionalverband Ostfriesland erfragt werden.

Eine besondere Art der Kultivierung von Weiden war überall in Mitteleuropa verbreitet. ((Salis viminalis)) wird auch heute noch für die Korbflechterei genutzt. Grau- und Silberweiden können im heimischen Garten zu tollen Installationen verbaut werden. An den Bach-, Flußläufen und auch in feuchten Niederungen, wurden jungen Weidenbäumen in 2-3 Metern Höhe der Hauptstamm abgeschnitten. Unter der Schnittstelle schlug der Baum dann erneut mit vielen schnell wachsenden Wassertrieben aus. So entstanden und entstehen die Kopfweiden als Bäume zur Beerntung.

Seit einiger Zeit werden Weiden in dichten, großflächigen Anpflanzungen, Kurzumtriebsplantagen, zur Gewinnung von Biorohstoff angepflanzt. Nach 10-15 Jahren werden diese dann geerntet und zur Herstellung von Holzpellets oder Hackschnitzeln verarbeitet. In dieser Zeit entziehen diese Plantagen dem Land eine Unmenge von Wasser.

Weiden und besonders Kopfweiden, sind ein besonderer Lebensraum, Schlaf- und Brutraum für eine Vielzahl von Insekten, Vögeln. Dadurch, dass Kopfweiden keine so hohe Krone und Windangriffsfläche haben, behalten sie ihre Standfestigkeit, auch wenn das Stamminnere bereits weg ist. Da dieser Prozess an den Wurzeln und an der Kopffläche beginnt, haben viele Kleintiere und Insekten dort ihre Verstecke. Besonders Hornissen, Siebenschläfer und Kleinmader leben in den kleineren Höhlen. Wenn diese dann größer geworden sind, nisten darin häufig Eulen. Wenn die Köpfe später nur alle 2-4 Jahre geschnitten werden, ist das dichte Geäst ein perfekter Platz für viele Kleinvögel zu Brut.

Untersuchungen haben ergeben, dass für mehr als 400 Insektenarten die Weiden einen Teil oder die einzige Nahrungsgrundlage bilden. Der BUND wirbt dafür, in Feld und Flur wieder Weidenbepflanzungen an Gräben und in Senken anzulegen. Eine nachhaltige Aufwertung des Landschaftsbildes sind aber die unterschiedlichen Altersstadien der Kopfweiden.

Helfen Sie uns, helfen Sie der Natur und pflanzen Sie Weiden!

Die große Resonanz aus der Bevölkerung hält an! Der Trend zu lebenden Gartenelementen mit Weiden ist ebenso anhaltend wie der Wunsch Kopfweiden in das Landschaftsbild zurückzubringen.

Der BUND-Ostfriesland wird mit den Landkreisen Aurich, Wittmund und Leer versuchen, dieses stilvolle Landschaftselement an Wegen und Plätzen wieder zurückzubringen. Alle Weidenfreunde sind eingeladen mit dem BUND-Ostfriesland daran zu arbeiten.

Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich gefördert. Familienmitgliedschaften sind vergünstigt. Mitgliedsanträge können On-Line gestellt werden. Rufen Sie uns an. Biene, Hummel, Kröte und Eisvogel brauchen engagierte Helfer. 



Bauernhöfe erhalten

 

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