Sommergäste im Winter

18. Februar 2026 | Naturschutz, Lebensräume

BUND beobachtet aktuell Stare in Aurich

Stare sind eigentlich Zugvögel und  sollten sich im Winter in der Mittelmeerregion aufhalten. In den letzten Tagen haben aber BUND-Aktive immer wieder einen Trupp von 20 bis 30 Staren beobachtet, die an Futterstellen in Gärten nach Nahrung suchten. 

Es gibt schon seit Jahren die Tendenz bei Zugvögeln, die anstrengende Reise in die Überwinterungsgebiete abzukürzen oder sie ganz zu streichen. Ursache dafür sind aufgrund des Klimawandels sehr milde Winter. Der aktuelle Winter ist aber schneereich und frostig wie seit Jahren nicht mehr. Daher stellt sich für die Vogelbeobachter vom BUND die Frage, ob die in Aurich zu beobachtenden Stare sich zu sehr auf einen milden Winter verlassen haben oder vor den noch frostigeren Temperaturen aus östlichen Regionen hierher geflüchtet sind. 

Stare ernähren sich normalerweise von Wirbellosen auf und im Boden sowie von Früchten. Dies können sie aber jetzt nur sehr eingeschränkt, weshalb sie sich auf die angebotene Winterfütterung stürzen. Dabei sind sie aus der Entfernung leicht mit Amseln zu verwechseln. Nur aus der Nähe und bei Sonnenlicht sind sie an ihrem perlend-metallisch-schimmernden Gefieder eindeutig zu erkennen. 

Die Vogelbeobachter geben aber einen Tipp: Während sich die Amseln hüfend fortbewegen, „schreiten“ die Stare und sind so auch aus der Ferne erkennbar.

Der BUND rät: Wer die seltenen Wintergäste unterstützen will, sollte (möglichst am Boden) Haferflocken, Äpfel, unbehandelte Rosinen oder Mehlwürmer anbieten. Da der Bestand an Staren insgesamt rückläufig ist, wäre eine solche Fütterung ein guter Beitrag zur Stärkung der Gesamtpopulation.

 

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